Zum Inhalt springen
v. l.: Anja Altmann, Ernst Brunschön Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, Elke Tonne-Jork SPD- Unterbezirksvorsitzende, Herbert Hahn IG Metall Nienburg-Stadthagen, Marina Hetz und Horst Prüfer .
v. l.: Anja Altmann, Ernst Brunschön Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, Elke Tonne-Jork SPD- Unterbezirksvorsitzende, Herbert Hahn IG Metall Nienburg-Stadthagen, Marina Hetz und Horst Prüfer .

4. Mai 2010: SPD-Nienburg fordert „Fairness auf dem Arbeitsmarkt“

Entwicklung der Leiharbeit besorgniserregend

In einer Aktuellen Stunde des SPD-Unterbezirks Nienburg hat Herbert Hahn, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Nienburg-Stadthagen, den Mitgliedern des Unterbezirksvorstandes Informationen zum Thema Leiharbeit gegeben. Dabei erläuterte er die wichtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen aber auch Probleme, die mit der Leiharbeit verbunden sind. Seit 2002 gibt es das Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsplatz. Dabei sei die Leiharbeit als ein zusätzliches Instrument in Spitzenauftragszeiten durchaus wichtig - allerdings dann auch zu fairen Bedingungen.
Leider wird die Leiharbeit häufig zweckentfremdet und oftmals nur zur Kostensenkung genutzt.

Die Bezahlung der Leiharbeiter ist oft viel zu niedrig und sie sind nicht richtig integriert. Fast jeder achte Leiharbeiter ist durch die niedrigen Löhne auf staatliche Hilfen angewiesen. Hierdurch ergeben sich nicht nur individuelle, sondern auch erhebliche gesellschafts- und sozialpolitische Probleme. Die meisten Leiharbeiter sind nicht organisiert und haben keine entsprechende Lobby.

Herbert Hahn betonte, dass vor diesem Hintergrund der Forderung nach einem einheitlichen Mindestlohn eine zentrale Bedeutung zukommt. Gerade diesem Ziel müsse noch mehr Nachdruck von SPD und Gewerkschaften verliehen werden.

In einer regen Diskussion wurde noch einmal die Notwendigkeit unterstrichen, sich verstärkt der Leiharbeiter sowie der Beschäftigten in prekären Arbeitsverhältnissen anzunehmen.
„ Die SPD hat bereits umfangreiche Beschlüsse im Interesse der Betroffenen auf den Weg gebracht. Unsere zentrale Forderung ist, das Leiharbeit nicht länger zu Lohndrückerei führt, wir wollen gleiches Geld für gleiche Arbeit und die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Leiharbeit, solange sie als sinnvolles Instrument, vor allem zur kurzfristigen Bewältigung von Auftragsspitzen, eingesetzt wird, soll nicht abgeschafft werden, wir müssen aber einschreiten wenn sie missbräuchlich genutzt wird“, hob abschließend die Unterbezirksvorsitzende, Elke Tonne-Jork, hervor.

Vorherige Meldung: Rettungsdienste im Landkreis gut aufgestellt

Nächste Meldung: SPD-Kreistagsfraktion besucht „Wassarium“ in Drakenburg

Alle Meldungen