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von links: Grant Hendrik Tonne MdL, Cornelia Feske, Uwe Santjer MdL, Elke Tonne-Jork und Ernst Brunschön

23. September 2014: SPD Bildungsdialog 2014: „Frühkindliche Bildung stärken – das Kindertagesstätten-Gesetz auf neue Beine stellen“

Fachkundiges Publikum lobt Qualitätsdebatte formuliert aber auch konkrete Nachbesserungsvorschläge an ein neues Kita-Gesetz

Die Sozialdemokraten im Landkreis Nienburg und der heimische Landtagsabgeordnete Grant Hendrik Tonne hatten zur Fortsetzung des Bildungsdialoges 2014 nach Estorf zum Thema „Frühkindliche Bildung stärken – das Kita-Gesetz auf neue Beine stellen“ eingeladen. In der voll besetzten Brösking-Scheune begrüßte Tonne durchweg fachkundiges Publikum und stellte einleitend fest: Die Frühkindliche Bildung hat in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft enorm an Bedeutung gewonnen. Nie zuvor wurde so viel über die Bildung unserer Kinder diskutiert und argumentiert sowie Veränderungen und Anforderungen an Kindergärten, Krippen und Erzieher/innen gestellt. Die rot-grüne Landesregierung nimmt die längst fällige Reform des Kita-Gesetzes in Angriff, dies wird im Dialog mit den betroffenen Akteuren – den Erzieher/innen, Eltern und Kommunen – geschehen. Was brauchen wir um frühkindlicher Bildung gerecht zu werden? „ Wir freuen uns, dies heute mit Ihnen und unseren Gästen Cornelia Feske, Leiterin der Kindertagesstätte Holtorf, und meinem Landtagskollegen, Uwe Santjer, der Mitglied im Kultusausschuss der Nds. Landesregierung ist, zu diskutieren“, so Tonne. Ergänzend kritisierte SPD-Chefin, Elke Tonne-Jork, die Versäumnisse der Vorgängerregierung die längst hätte handeln müssen, sie bat die Anwesenden ihre Anliegen vorzubringen, damit sie in das neue Kita-Gesetzt einfließen können. In seinem Einführungsreferat machte Uwe Santjer deutlich: „Kinder sind unser größtes Gut“. Die rot-grüne Landesregierung handelt und investiert in die frühkindliche Bildung ca. 80 Mio. Euro bis 2017, 5000 neue Betreuungsplätze werden geschaffen und die Rahmenbedingungen angepasst, dazu gehört nicht nur die Betrachtung der Quantität sondern im Besonderen der Qualität. Auf dem Prüfstand müsse die Gruppengröße und der Personalschlüssel stehen, wobei soziale Brennpunkte dabei gesondert zu betrachten seien. Ebenfalls sei die zurzeit im Gesetz verankerte Vorbereitungszeit nicht ausreichend und die Entlastung von Verwaltungsaufgaben erforderlich. „ Ich freue mich sehr, dass wir ab dem 01.01.2015 die dritte Kraft in Krippen beschlossen haben, dies entlaste auch die Kindergärten“, erklärte Santjer. Cornelia Feske ging in ihrem Statement u.a. auf Probleme in der Praxis ein. So seien zwei Erzieher/innen für 25 Kindergartenkinder einfach nicht ausreichend und der Einsatz von Vertretungskräften äußerst schwierig zu organisieren. Sie selbst freue sich über die dritte Krippenkraft, hier hat die SPD Wort gehalten, kritisierte aber das Einstellungsmerkmal als Sozialassistenten/in. Erzieher/innen haben eine verantwortungsvolle Stellung und müssen entsprechend bezahlt werden. Der Beruf ist deshalb für viele, besonders für Männer, unattraktiv, dies müsse sich ändern. Den Ausführungen Feskes schloss sich das Publikum an. Santjer versprach alle Anregungen und Wünsche mit in die Beratungen des Kultusausschuss nach Hannover zu nehmen. In seinem Schlusswort äußerte sich Ernst Brunschön, SPD- Kreistagsfraktionsvorsitzender, sichtlich angetan: „Das Thema hat den Nerv der Zeit getroffen, dass zeige die sehr engagierte Diskussionsrunde. Schritt für Schritt und im Dialog wird der Prozess für eine gelingende Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertagesstätten nun weitergeführt“.

Der SPD-Bildungsdialog findet mit dem 5. Forum zum Thema „ Berufliche Bildung im Landkreis Nienburg/Weser am Mittwoch, 08. Oktober 2014, 18.30 Uhr in der BBS Nienburg seinen Abschluss.

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