Unterstützung und Beteiligung fördern

 
 

Wenn sie ein Fahrzeug mit Blaulicht sehen, denken viele Menschen, das ist
staatlich und alles voll finanziert,“, so einleitend Kai Hauser, stv. Leiter des DLRG Bezirks Nienburg und Vorsitzender des Ortsverbands Rehburg-Loccum e.V. beim Informationsgespräch der SPD-Kreistagsmitglieder vor Ort in Rehburg-Loccum.

 

1600 Mitglieder zählt die DLRG im Landkreis Nienburg. Schwimmtraining, Rettungsschwimmen, Geräte- und Einsatztauchen, Erste-Hilfe-Kurse, Wasserrettungsdienst, Katastrophenschutz: Die Aufgaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft e.V. sind vielfältig und: Sie basieren ausschließlich auf Ehrenamtlichkeit.

Organisiert ist der Bezirk Nienburg in die drei Ortsgruppen Nienburg, Rehburg-Loccum und Uchte. „Jugendarbeit wird bei uns großgeschrieben.“, erklärt Kai Hauser. Denn kurz gefasst: Schwimmtraining ist die Prävention gegen den Ertrinkungstod. Wie wichtig das ist, zeigt die traurige Bilanz aus 2016: Fünf Tote durch Ertrinken waren im letzten Jahr im Landkreis zu beklagen.

So bietet die DLRG Nienburg Nichtschwimmerkurse, Rehburg-Loccum konzentriert sich auf das Schwimmtraining, sprich die Ausbildung für die verschiedenen Schwimmabzeichen. Jugendarbeit spiegelt sich auch in der Mitgliederstruktur: „50% sind in Nienburg 16 Jahre und jünger.“, berichtet Ralf Holthöfer, Vorsitzender der Ortsgruppe Nienburg.

„Die DLRG leistet hier hervorragende Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen“, das weiß Grant Hendrik Tonne, SPD-Landtagsabgeordneter, stv Landrat und selbst DLRG-Familien-Mitglied aus eigener Erfahrung. „Das gilt es nicht nur zu schätzen sondern auch konkret zu unterstützen“.

„Ein Großteil der jungen und hoch motivierten Mitglieder bleibt uns verbunden und wächst in die ehrenamtliche DLRG-Arbeit rein.“, ergänzt DLRG-Vorsitzender Hauser.

Denn: Im Sommer leistet die DLRG Wachdienste an verschiedenen Badeseen und in Schwimmbädern. Ehrenamtlich mit geringer Aufwandsentschädigung.

Besuch bei der DLRG Rehburg-Loccum

Kai Hauser, (2. V.r.) DLRG Rehburg-Loccum e.V. und Team informieren

Für die weiteren lebensrettenden Kernaufgaben der DLRG, dem Wasserrettungsdienst und dem Katastrophenschutz im Landkreis Nienburg hält sie den notwendigen, technisch ausgestatten Fuhrpark bereit: Neun Spezialfahrzeuge und vier Spezialboote.

Aus Landkreismitteln für den Katastrophenschutz flossen nun Zuschüsse für die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs in Uchte und für einen LKW in Rehburg-Loccum. Grundsätzlich aber trägt die DLRG sich selbst und damit auch die Kosten für Beschaffungen, Instandhaltungen/Reparaturen, Versicherungen, Überprüfungen wie z.B. TÜV für Fahrzeuge, Tauchgeräte. Diese Kosten sind hoch und wiederkehrend. Mitgliedsbeiträge und Spenden reichen hier zur Deckung nicht aus. Also werden weitere Finanzquellen wie z.B. Altkleidersammlungen vor Ort für den notwendigen Etat genutzt. Womöglich werden Stiftungen angesprochen, Patenschaften als Finanzierungsquelle eingerichtet. In Sachen Finanzen drückt also der Schuh.

Denn: Für die lebensrettenden Einsätze in Wasserrettung und Katastrophenfällen der DLRG im Landkreis ist sie ehrenamtlich und fachlich zwar sehr gut aufgestellt. Zur Weser gibt es seitens der DLRG eine umfangreiche Gefährdungsbeurteilung, und hier will und muss sie auf gute technische Ausrüstung für den Notfall bauen. Gleichzeitig ist auch die abgestimmte Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten DRK, ASB, Johanniter-Unfall-Hilfe und der Freiwilligen Feuerwehr wichtig. Für den einzelnen Notfall und auch um Doppelstrukturen zu vermeiden, was Einsatzgeräte betrifft. Diese Fragestellungen und Sorgen bestätigen der SPD-Kreistagsfraktion, was bereits Inhalt vorheriger Fraktionsberatungen war.

„Hier bei der DLRG gibt es neben dem enormen ehrenamtlichen Engagement eine große Expertise für Wasserrettung und Katastrophenschutz. Prüfen werden wir, wie die Arbeit kreispolitisch künftig besser finanziell unterstützt werden kann. Wie die DLRG in die Organisationsstruktur aller Rettungsdienste optimal eingebunden wird und wie eine beratende Beteiligung im Fachausschuss des Landreises möglich werden könnte“, resümierte die Rehburger SPD-Kreistagsabgeordnete und SPD-Bundestagkandidatin Marja-Liisa Völlers das Gespräch vor Ort.

 
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